Nadim Vardag

1

Untitled, 2011
aluminium, fabric
250 x 125 x 250 cm

2

Untitled, 2011
Tischlerplatten mit Papier beschichtet, Tischgestelle
200 x 600 x 72,5 cm

3

Untitled, 2010
posder-coated steel, 13 fluorescent tubes
300 x 352,5 x 150 cm

4

excerpt (asphalt), 2006
DVD, 10 Sek. gelooped, Ed. 5 + 1 AP

5

excerpt (catpeople), 2005
DVD, 3 Sek. gelooped, Ed. 5 + 1 AP

6

excerpt (the void), 2006
Holz, Fenster, 50 Leuchtstoffröhren
105 x 92 x 250 cm

7

Screen, 2006
41 Leuchtstoffröhren, Holztafel, 1 Schaltrelais
250 x 213 x 213 cm

8

o.T., 2009
Tischgestelle, Stoff
675 x 360 x 312 cm

9

o.T., 2007
Holztafeln, Bleistiftzeichnungen, Glas
213 x 160 x 213 cm

10

o.T., 2007
Siebdruck
64 x 46 cm

Nadim Vardag

Wie funktionieren mediale Bildproduktionen, welchen Struktur- und Kompositionsprinzipien folgen sie und in welchem Abhängigkeitsverhältnis von Illusion und Wirklichkeit stehen unsere Wahrnehmungen?. Diese Fragen stellt sich Nadim Vardag (1980), wenn er wiederkehrende Muster und Grundstrukturen der Film- und Kinoproduktion analysiert und sie aus ihren Handlungszusammenhängen löst. Vardag interessiert sich für die Konstruktionen und Mechanismen der Affekterzeugung, imitiert sie in Modellen und Versuchsanordnungen, untersucht sie in Zeichnungen und installativ oder skulptural formulierten Objekten. Das Repertoire, auf dem Film basiert, die Montage aus strukturell bewährten Techniken und verbindlichen Motiven, die durch immer wiederkehrenden Einsatz gleichsam zu archetypischen Symbolen geworden sind, sind der Fundus aus dem er schöpft. Flackerndes Licht, überbelichtete Fenster, sich langsam selbst öffnende Türen sind Motive, die das Unheimliche suggerieren und beim Spannungsaufbau von Filmen eine wichtige Rolle spielen. Der Künstler schleust das Wissen um die Herstellbarkeit von Illusion und Begehren komplizenhaft in seine Versuchsanordnung ein und lässt diese Versatzstücke eine eigene Rolle spielen. Ohne Film zu zeigen, vermittelt Vardag das Gefühl von filmischem Erleben, geprägt von unerfüllter Erwartungshaltung führt er das Ereignishafte im Film vor, dessen Handlung und Ausgang offen für eigene Bezüge und Fragestellungen bleibt.

Arbeiten von Nadim Vardag waren im Künstlerhaus Stuttgart (2008), im Kunstverein Braunschweig (2006), in der Akademie der Künste, Berlin (2007) und in der Generali Foundation, Wien (2006) zu sehen.