Koenraad Dedobbeleer
Die Arbeiten des belgischen Künstlers Koenraad de Dedobbeleer (1975) schärfen die Wahrnehmung eines vielschichtigen Verhältnisses von Objekten und ihrer Erscheinung. Sei es eine Skulptur, die eine Skulptur ist und gleichzeitig als Sockel einer Skulptur dient. Sei es eine Fotografie, die eine Skulptur zeigt, oder besser gesagt, ein Objekt, das aufgrund seiner Anordnung als Skulptur gelesen werden kann. Seien es gefundene Objekte, die vergrößert worden sind, und sich immer noch auf ihr Original beziehen, während sie gleichzeitig eine andere Form angenommen haben. Scheinbar alltägliche Gegenstände werden von ihrem herkömmlichen Gebrauchswert befreit und erfahren durch ihre Kontextualisierung eine Neu- und Umbewertung. Koenraad Dedobbeleer konstruiert Bezüge, die sich jedoch als Wahrnehmungsfallen herausstellen. Dann wieder schafft er Objekte, deren einzelne Elemente allgemein bekannt zu sein scheinen, jedoch zu irritieren vermögen. Im Hinblick auf den jeweiligen Ausstellungsort modifiziert der Künstler meist funktionale Objekte wie Tische, perforierte Zwischenwände oder Säulen, verwendet oft auch Fotografien, Projektionen und Filme, oder einzelne Schriftelemente. Objekte und Elemente werden zu größeren Einheiten entwickelt und zu Räumen verquickt, in denen die einzelnen Teile sich gegenseitig auf unterschiedlichen Ebenen kommentieren.
Koenraad de Dedobbeleers Arbeiten waren bereits im Art Forum Berlin (2008), in der Frac Bourgogne, Dijon (2008), im Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen (2006) und im ZKM, Karlsruhe (2006) zu sehen.











