Lisa Ruyter
Seit 1996 haben Lisa Ruyters Gemälde ihren Ursprung in von ihr selbst produzierten Fotos. Diese Fotos zeichnen nicht nur ihre Reisen um die Welt nach, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung der Amerikanerin. Ruyter nimmt dabei nur einen Bruchteil dieser Bilder, um diesen im Medium Malerei zu fixieren. Indem sie die Fotos als Skizze auf die Leinwand überträgt, bestimmte Bildausschnitte ändert, dabei auf Details verzichtet, die sie für zu banal hält, andere wiederum genauer ausarbeitet, fertigt sie einen Entwurf an, auf dessen Grundlage Ruyter die Farbstruktur des Bildes ausarbeitet. Farbe ist das bildnerische Instrument, mit dem sie ihre Kompositionen zwischen gegenständlicher Benennbarkeit und abstrakter Flächengestalt in Schwebe hält. Endgültig fertig gestellt wird das Gemälde, sobald die Künstlerin – meist in nur einem Arbeitsschritt – die Linien mit einem Farbstift scharf nachzeichnet. Die Wirkung von Ruyters Malerei besteht darin, dass scheinbar gewöhnliche Situationen außergewöhnlich dargestellt werden. Was auf den ersten Blick als einfaches, aber überdimensionales „Malen nach Zahlen“ aussieht, entpuppt sich nach und nach als komplexes Farbarrangement mit starken Sujets. Die Malweise der Kunstschaffenden friert das Bildnarrativ ein und drängt es zur Abstraktion, wodurch Implizites deutlich wird.
Ruyter ist seit Jahren international erfolgreich tätig, lebt und arbeitet in Wien, New York und Mykonos. Ihre Arbeiten wurden in Galerien und Museen auf der ganzen Welt ausgestellt, darunter u.a. im Museum of Modern Art (2007), im Whitney Museum of American Art (2000) und im San Francisco Museum of Modern Art (1999). Ihre Arbeiten sind in den wichtigsten Sammlungen vertreten, wie z.B. der Collection le Consortium (Frankreich), der Colección Jumex (Mexiko), der Sammlung Essl (Österreich) und der Colección Valencia Arte Contemporáneo (Spanien).












